Heizen3
13.06.13

Energiewende braucht effizientere Biokraftstoffe

 

dena-Untersuchung analysiert Energieverbrauch und Energieträger im Straßenverkehr bis 2025

Im Jahr 2025 müssen noch mindestens 95 Prozent des Energiebedarfs von Pkws, Lkws und Bussen mit Otto- und Dieselkraftstoffen gedeckt werden. Neben weiteren Effizienzsteigerungen bei Antrieben und Fahrzeugen sowie der Etablierung der Elektromobilität gilt es daher, die Entwicklung und die Nutzung solcher regenerativer Kraftstoffe zu forcieren, die sich problemlos konventionellen Kraftstoffen beimischen und in Verbrennungsmotoren einsetzen lassen. Darauf weist eine neue Untersuchung der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) zu Energieverbrauch und Energieträgern im Verkehr bis zum Jahr 2025 hin.

Biomethan kann in Erdgasfahrzeugen bereits heute einen wichtigen Beitrag leisten, während innovative Biokraftstoffe wie synthetischer Biodiesel oder hydrierte Pflanzenfette und -öle künftig an Bedeutung gewinnen sollten. Herkömmliche Biokraftstoffe (Ethanol und Biodiesel) stoßen hingegen an fahrzeugtechnische Grenzen. Vor allem aber können die benötigten Mengen aufgrund der geringen Flächenausbeute kaum nachhaltig aus inländischer Produktion bereitgestellt werden.

„Für die Energiewende im Straßenverkehr gibt es keinen Königsweg. Der Straßenverkehr der Zukunft zeichnet sich durch einen Mix aus Antrieben und Kraftstoffen aus", sagte Stephan Kohler, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung. „Für das kommende Jahrzehnt sollten wir nachhaltig produzierte flüssige Biokraftstoffe der zweiten Generation gezielt zur Marktreife bringen, der Erdgas- und Elektromobilität zum Durchbruch verhelfen und die Effizienz von Motoren und Antrieben noch weiter verbessern."

Insgesamt steigt die Verkehrsleistung auf der Straße weniger stark als bisher prognostiziert, da vor allem das Wachstum im Güterverkehr schwächer ausfällt als bislang angenommen. Der Dieselanteil erhöht sich dennoch bis 2025 von heute 57 auf bis zu 76 Prozent. Umso wichtiger ist es, die Energieeffizienz auch bei konventionellen Antrieben und Kraftstoffen weiter zu erhöhen.

Neben fahrzeugtechnischen Hindernissen stehen insbesondere Nachhaltigkeitskriterien einer stärkeren Ausweitung der Biokraftstoffe der ersten Generation (Biodiesel und Ethanol) entgegen. Daher müssen innovative flüssige Biokraftstoffe wie hydrierte Pflanzenöle oder synthetischer Biodiesel weiter erforscht bzw. großtechnisch erprobt und zur Marktreife gebracht werden. Die Vorteile solcher innovativen Biokraftstoffe liegen in der vollständigen Kompatibilität mit herkömmlichen Motoren und Antrieben und im geringeren Flächenverbrauch ihrer Produktion.

Für die Nutzung von Biomethan in Erdgasfahrzeugen stehen im Jahr 2025 hingegen ausreichende und nachhaltig produzierte Kapazitäten zur Verfügung. Der verstärkte Einsatz von Erdgas und Biomethan als Kraftstoff ist besonders effizient, da die Technik bereits marktreif ist und eine deutliche Minderung der CO2-Emissionen ermöglicht.
Auch Potenziale von Kraftstoffquellen jenseits der Biomasse gilt es stärker als bisher auszuschöpfen. So kann die synthetische Wasserstoff- und Methanerzeugung mittels des Power-to-Gas-Verfahrens eine weitere wichtige Kraftstoffquelle darstellen. Zugleich sollte der Pfad der Elektromobilität konsequent weiterverfolgt werden.

Die Untersuchung Hintergrundpapier: Energieverbrauch und Energieträger im Straßenverkehr bis 2025 wurde von der dena im Auftrag des Verbands der Automobilindustrie e. V. (VDA) erstellt. Die Analyse steht unter www.dena.de/studien zur Verfügung.

Quelle: www.dena.de